Mittwoch, 15. Oktober 2008

Wow, München, ich komme, ah nein, bin ja schon da!

Schrägstrich ist weg, es ist vorläufig definitiv München. @Nika: München fehlt der Hauptstadtfaktor? Ha, dafür wohnen hier die kreativsten Leute! Und die Quote ist durch meinen Zuzug natürlich gestiegen ;D I'm lovin' it!

Fremdwörter

Ja, es gibt sie doch: die Laberfächer in VWL. Her damit! Während meine Kollegen sich an der mangelnden Formalität stören, bin ich zum ersten Mal so etwas wie glücklich. Es gibt Hoffnung, ein Lichtblick. Ansonsten begnüge ich mich mit dem Gedanken wenigstens gut auszusehen - so ist das also, wenn man in der Schule/Uni sitzt und nichts versteht. Da hegt man langsam, aber stetig aversive Emotionen und muss sich anderweitig profilieren, z.B. über Klamotten, Sozialleben, sportliche Ambitionen etc. Intrisische Motivation bleibt ein Fremdwort für mich, Wissensdurst ein Mythos und monetäre Anreize stehen im Mittelpunkt meiner Überlegungen.

Im Office...

Von Büroleben

Sonntags im Englischen Garten

Englischer Garten

Dienstag, 14. Oktober 2008

Dynamische Optimierung und Sahnehäubchen

In der VWL geht es vorwiegend um Optimierung. Die ganzen mathematischen Techniken dienen letztendlich dazu die optimale (intertemporale) Entscheidung zu berechnen. Demnach perfekt für mich, denn momentan stehe ich prinzipiell lediglich vor Optimierungsproblemen. Die Qual der Wahl, zu viele Auswahlmöglichkeiten sind einfach anstrengend, jede Entscheidung ist mit einem Trade-Off verbunden: Lieber die pinke oder die schwarze Jacke? Den ambitionierten Doktorand oder doch eher der hübsche Muskelprotz? Gute Anwendungsmöglichkeiten für die theoretischen Modelle, die ich hier lerne, finden sich also hier zu Genüge. Die Modelle sind recht kompliziert, aber Optimierung - die Suche nach dem Sahnehäubchen ist - ist eben nicht so einfach. Entgegen bisheriger Meinungsäußerungen bezieht sich Sahnehäubchen nicht auf mich, sondern auf mein Leben. Ich bin auf der Suche nach dem Sahnehäubchen, nach dem i-Tüpfelchen. Mittlerweile kann ich sogar einen Erfolg verbuchen - zumindest in notentechnischer Hinsicht: Ich kriege meinen Abschluss mit Sahnehäubchen, die Diplomarbeit wurde sehr gut bewertet, und natürlich freue ich mich darüber!!!

Fazit: Dynamische Optimierung und die Suche nach dem Sahnehäubchen sind gar nicht so weit voneinander entfernt...

Montag, 13. Oktober 2008

Oho, im Büro!

Office nennt sich hier der Arbeitsraum der Doktoranden. Es befindet sich direkt neben den Büros der Ethnologen. Vielleicht sollte ich doch lieber Ethnologie studieren? Da laufen auch intelligent aussehende, gut gekleidete Frauen herum... und es riecht lecker nach Räucherstäbchen. Nur dann werde ich wohl kaum fürs Studieren bezahlt.

Sitze grad hier im Mittagstief, nachdem wir lecker thailändisch gegessen haben, und könnte mich anstatt im Blog hier rum zu schreiben natürlich auch mich den mathematischen Grundlagen der modernen Makroökonomik widmen. Warum auch nicht? Formeln wirken ja einschläfernd auf mich, und möglicherweise leitet es dann besonders gut ein erholsames Mittagsschläfchen ein. Meine Übungsblätter, Skripte sind derzeit mit vielen, vielen Fragezeichen übersät. Die Frage ist jetzt, werden diese jemals verschwinden?

Egal, bis dann im Office...!

Samstag, 11. Oktober 2008

Das Dummerchen unter den Strebern

Mal ehrlich, wer wird so in ein Doktorandenprogramm aufgenommen? Freaks, Streber, die innerhalb von 9 Semestern zwei Abschlüsse erwerben, vier Sprachen fließend sprechen, an drei verschiedenen Orten studiert haben, und unzählige Praktika in natürlich renommierten Unternehmen oder Organisationen (UNO, UNCTAD und weiß der Geier...) absolviert haben. Diplomarbeit wird als Paper veröffentlicht? Klar doch, total normaaal. O-Ton einer Kommilitonin: "Ach ja, und eigentlich hätte ich noch mind. 1 Semester schneller studieren können. Aber wozu? Wollte alles lieber locker und easy angehen..." D.h. dann in Wirklichkeit noch ein paar Zivilcourage-Preise abräumen und Stipendien für Studienaufenthalte in exotischen Ländern erhalten.

Als gestern die offizielle Begrüßung stattfand, und eine Liste mit den Namen der neuen Promotionsstudenten mit Angaben über die Nationalität und Studienort angebeamt wurde, und man jeweils namentlich aufgerufen wurde um nach vorne zu kommen um vom Prof. persönlich begrüßt zu werden... dachte ich, oh je: Wuppertal stand einsam allein zwischen zigmal LMU, Cambridge, Maastricht etc. In Wuppertal gibt es eine Uni?? Ja, die gibt es...

Worauf wollen Sie sich denn spezialisieren, Frau Lai? Haben Sie schon ein Forschungsthema im Visier? Och, ähem, na ja... hab vorher BWL gemacht...wollte mich erstmal umschauen...

Fehlte nur noch, dass ich blond und blauäugig bin ;) Als Einzige bin ich hier kein VWL-Brainie hier, und komme von einer Provinzuni. Die erste Vorlesung lief folgendermaßen ab: Bebrillte, intelligent wirkende Kommilitonen, die so aussehen, als hätten sie nie das Sonnenlicht erblickt, diskutieren mit dem Prof. und machen ihn auf seine Flüchtigkeitsfehler aufmerksam, während ich zunächst mit großen Augen auf die Tafel starre, die voller merkwürdiger Zeichen vollgekritzelt wird, und dann schließlich mit halb geschlossenen Augen der Vorlesung lausche, weil ich vor lauter Unwissenheit und Nicht-Verstehens, müde werde.

Freitag, 10. Oktober 2008

...

So sieht der Rest der Wohnung aus...

...

Was Ersti-Doktoranden so machen...

Dienstag, 7. Oktober 2008

Noch mehr Bilder...!

Noch mehr Pics von München

Der erste Tag (im Doktorandenprogramm)

Fühlte mich wie ein Ersti, nur mit weniger Leuten. Fehlten nur noch die O-Phasen-Spielchen, die blieben uns glücklicherweise erspart, stattdessen machten wir einen Ausflug zum Kloster Andechs, südöstlich von München. Kloster klingt andächtig und besinnlich, und man könnte denken, es würde zu angehenden Doktoren passen; es gibt schließlich Schilder am Kloster, die besagen, man dürfe nicht lärmen und nicht singen. Es ist jedoch nichts anderes als ein Brauhaus, es gibt jede Menge Bier, und die Essensauswahl ist ideal für Entscheidungsunwillige, es gibt nichts anderes als Haxe, Rollbraten oder Leberkäse wahlweise mit Kartoffelsalat oder Sauerkraut. Saucen zur Auswahl? Senf mittelscharf oder süß.

Wie sind die Kommilitonen? Ja, diese Bezeichnung trifft noch zu, denn wir sind nichts anderes als Studenten, Promotionsstudenten zwar, aber immer noch Studenten, d.h. auch noch viele Vergünstigungen in spe. Ganz normal, gar nicht viele Geeks und Nerds, sondern in meinem Jahrgang überraschend viele Frauen. Davor waren es jeweils nur 1 oder 2 Frauen, diesmal sind 6 von 8 Studenten Frauen. Und mind. 2/3 kommt aus NRW, und in den letzten Jahrgängen war immer jemand aus Wuppertal. Also die guten Leute kommen aus NRW, oh yeah! Von wegen Abi aus NRW zählt hier nichts, ein Abitur-Zeugnis, welches blau-weiß-kariert bedruckt ist kann man ja auch nicht ernst nehmen.

Haben wir über die Weltwirtschaftslage diskutiert? Klar doch... Ich trug ich eine Sonnenbrille, welches mein halbes Gesicht bedeckte, und ich dachte schon, ich bin hier die Ober-Tussi schlechthin, aber glaub mal, die anderen wären froh gewesen, sie hätten eine dabei gehabt, die Sonne strahlte nämlich total. Und die anderen Mädels sind auch vollkommen lässig, mittlerweile wissen alle hier, dass ich einen blauen Mantel brauche und zum Friseur muss. Die aus den oberen Jahrgängen, zu 95% männlich, waren entweder herrlich amüsiert oder haben uns mit großen Augen angeguckt. Die Leute sind hier bis jetzt sehr nett, nicht so dumpfbackig, aber auch nicht schrecklich ernst. Find ich also gut.

Später habe ich mich noch mit drei anderen Mädels zusammengeschlossen, wir waren dann noch in einem Café essen, um den Abend noch ausklingen zu lassen. Danach: nur noch todmüde ins Bett. Müde nicht, weil man sich physisch überansprucht hat, sondern die ganzen vielen Stories von den vielen Menschen einordnen muss, Gesichter und Namen merken will.

Fotos hiervon unter:
http://picasaweb.google.de/fernwee/DerErsteTag#

Der erste Tag

Montag, 6. Oktober 2008

Die üblichen Touri-Fotos, und Eindrücke von der Gegend, in der ich wohne

http://picasaweb.google.de/fernwee/20081006081006_Muenchen#

Die Bayern

"Jo mei, i fühl mich überhaupt net wie ä Bair. Sprech auch eher Hochdeutsch, gell?"

Mode in München

München ist nicht modisch, sondern einfach wahnsinnig adrett und ordentlich. Erhält man den seltenen Anblick von Chucks, dem Inbegriff von Pseudo-Lässigkeit, wird das sofort mit einer klassischen Louis-Vuitton-Bag kombiniert. Viele gutaussehende Single-Frauen laufen hier rum, Prada-Taschen-Quote erhöht, Plastikschuhe wie sie in W-Tal häufig anzutreffen sind, sind hier folgerichtig nicht in Sichtweite. Also: ich laufe in der Inkarnation einer P&C-Werbung herum. Dies trifft vor allem auf die Gegend zu, in der ich wohne, mitten in Schwabing.

2.10.08: Die Mühlen der Bürokratie

Gesetztes Ziel: Immatrikulation
Lernerfolg: Rannte zu sechs verschiedenen Schaltern, kenne inzwischen ungefähr die 25% des Verwaltungsapparates.
Status: Pending – ohne Abschlusszeugnis keine Immatrikulation möglich

Erster Tag in München

O-Ton meiner Vermieterin: „Also, wenn noch was Wichtiges fehlt, wie z.B. eine Blumenvase oder ein anderes Accessoire, ist das überhaupt kein Problem, einfach sagen, und dann kannst du es gerne haben.“ Ähem, ja, daran habe ich natürlich als erstes gedacht, dass ich unbedingt noch eine Blümchengirlande bräuchte… Erklärung: Die Vermieterin besitzt zwei Läden für Wohnaccessoires in Schwabing, um dementsprechend sieht es eben in der Wohnung aus. Ich für meinen Teil finde, es genügt eben noch gerade meinen Ansprüchen ;)

Muss übrigens unbedingt noch ein Foto vom Bad machen. Es ist sensationell. Nicht in wohnungsstiltechnischer Hinsicht, sondern ich glaube, der junge Mann, mit dem ich mir das Bad teile, der Sohn der Vermieterin, mst in die Männerabteilung von Douglas gefallen, und hat die Hälfte, nein, Dreiviertel aller Artikel mitgenommen. Ich wusste bislang nicht, dass soviel Platz für derartige Chemikalien auf der Haut männlicher Wesen ist. Natürlich habe ich mich dann gefragt, wie so jemand dann aussieht: Er sieht schlicht aus, wie man aussieht, wenn man Amadeus heißt. Noch Fragen?

Biste faul?

Ne, hab jetzt nur noch nichts schreiben können, weil ich kein Internet hatte.

Dienstag, 30. September 2008

Wo ich die nächsten 4 Wochen hausen werde

http://www.elodge.de/g/30247/

/Erster Eintrag

Warum sahnehauebchen?! Und dann noch falsch geschrieben...?!!!
1. Weil das Wort Sahnehäubchen ein fröhliches Wort ist: das i-Tüpfelchen oben drauf, das zudem lecker und in unserer magersüchtigen Welt eine Sünde ist - das kann doch nur Gutes verheißen...
2. Ob sahnehauebchen oder sahnehaeubchen - wir wissen doch, was gemeint ist, oder? Bitte - schließlich ist die Marke Google auch durch ein Tippfehler entstanden, eigentlich war googol gemeint, was die Bezeichnung für 10 hoch 100 ist. Also nicht so pingelig sein: "sahnehauebchen" hat vielleicht auch eine blendende Zukunft vor sich....

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Wintertage
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Gekommen, um zu bleiben
Ja, nachdem ich also offiziell in der LMU drin bin,...
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