Der erste Tag (im Doktorandenprogramm)

Fühlte mich wie ein Ersti, nur mit weniger Leuten. Fehlten nur noch die O-Phasen-Spielchen, die blieben uns glücklicherweise erspart, stattdessen machten wir einen Ausflug zum Kloster Andechs, südöstlich von München. Kloster klingt andächtig und besinnlich, und man könnte denken, es würde zu angehenden Doktoren passen; es gibt schließlich Schilder am Kloster, die besagen, man dürfe nicht lärmen und nicht singen. Es ist jedoch nichts anderes als ein Brauhaus, es gibt jede Menge Bier, und die Essensauswahl ist ideal für Entscheidungsunwillige, es gibt nichts anderes als Haxe, Rollbraten oder Leberkäse wahlweise mit Kartoffelsalat oder Sauerkraut. Saucen zur Auswahl? Senf mittelscharf oder süß.

Wie sind die Kommilitonen? Ja, diese Bezeichnung trifft noch zu, denn wir sind nichts anderes als Studenten, Promotionsstudenten zwar, aber immer noch Studenten, d.h. auch noch viele Vergünstigungen in spe. Ganz normal, gar nicht viele Geeks und Nerds, sondern in meinem Jahrgang überraschend viele Frauen. Davor waren es jeweils nur 1 oder 2 Frauen, diesmal sind 6 von 8 Studenten Frauen. Und mind. 2/3 kommt aus NRW, und in den letzten Jahrgängen war immer jemand aus Wuppertal. Also die guten Leute kommen aus NRW, oh yeah! Von wegen Abi aus NRW zählt hier nichts, ein Abitur-Zeugnis, welches blau-weiß-kariert bedruckt ist kann man ja auch nicht ernst nehmen.

Haben wir über die Weltwirtschaftslage diskutiert? Klar doch... Ich trug ich eine Sonnenbrille, welches mein halbes Gesicht bedeckte, und ich dachte schon, ich bin hier die Ober-Tussi schlechthin, aber glaub mal, die anderen wären froh gewesen, sie hätten eine dabei gehabt, die Sonne strahlte nämlich total. Und die anderen Mädels sind auch vollkommen lässig, mittlerweile wissen alle hier, dass ich einen blauen Mantel brauche und zum Friseur muss. Die aus den oberen Jahrgängen, zu 95% männlich, waren entweder herrlich amüsiert oder haben uns mit großen Augen angeguckt. Die Leute sind hier bis jetzt sehr nett, nicht so dumpfbackig, aber auch nicht schrecklich ernst. Find ich also gut.

Später habe ich mich noch mit drei anderen Mädels zusammengeschlossen, wir waren dann noch in einem Café essen, um den Abend noch ausklingen zu lassen. Danach: nur noch todmüde ins Bett. Müde nicht, weil man sich physisch überansprucht hat, sondern die ganzen vielen Stories von den vielen Menschen einordnen muss, Gesichter und Namen merken will.

Fotos hiervon unter:
http://picasaweb.google.de/fernwee/DerErsteTag#

Der erste Tag

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Schöne Bettwäsche..
Hallo Liebes, man ich würd sagen, dass hast du...
dini0603 - 18. Nov, 07:56
Der neuste Stand der...
fernwee - 17. Nov, 14:18
München-Wuppertal-München
Letztes Wochenende war ich ja wieder zuhause, zur Absolventenfeier,...
fernwee - 15. Nov, 09:23
Weg weg weg
Hey Alexa, wo bist Du hin? Hab Dich nicht mal mehr...
allenamensindschonvergeben - 14. Nov, 16:50
Sonne, Cafés und...
Nach der Vorlesung in einem Prollo-Café am Odeonsplatz...
fernwee - 6. Nov, 07:25

Links

Suche

 

Status

Online seit 49 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Nov, 07:56

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren